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IHP vergibt Wolfgang-Mehr-Fellowship-Award 2016

Wolfgang Mehr Fellowship Award 2016

Der Preisträger: Dr. Fabio Coccetti (Mitte, mit Urkunde) wird von den kommissarischen Leitern der Abteilung Technologie, Dr. Andreas Mai und Dr. Mehmet Kaynak (außen) sowie vom Wissenschaftlich-Technischen Geschäftsführer des IHP, Prof. Dr. Bernd Tillack, beglückwünscht. © IHP 2016

20.09.2016
Der Wolfgang-Mehr-Fellowship-Award 2016 geht an Dr. Fabio Coccetti. Am Dienstag wurde der Italiener im IHP ausgezeichnet.

Der Preis ist verbunden mit einem Forschungsprojekt, in dem der Wissenschaftler gemeinsam mit Forscherinnen und Forschern des IHP in den kommenden Monaten das Thema der 2-D-Materialien, dazu gehört Graphen, für Hochfrequenzanwendungen bearbeiten wird.

 

„Diesen Preis stellt man sich nicht ins Regal, er bedeutet, jetzt noch mehr zu arbeiten“, scherzte Prof. Dr. Bernd Tillack bei der Vergabe im Vortragsraum des IHP. „Wir freuen uns, den Preis an einen in der internationalen Wissenschaftscommunity bekannten Forscher vergeben zu können. Seine bisherige Erfahrung, die in rund 170 Veröffentlichungen deutlich wird, kann die Forschung am IHP durch neue Ideen voranbringen.“ Dies sei der Grundgedanke des Fellowship-Awards, der seit 2016 den Namen des ehemaligen wissenschaftlichen Direktors des IHP trägt. „Wolfgang Mehr hat das IHP durch seine herausragende wissenschaftliche Führung aber auch durch seine kollegiale, offene und ehrliche Art maßgeblich geprägt und die Grundlagen für den Erfolg des Instituts gelegt“, sagte Prof. Dr. Tillack. „Er war ein hervorragender Wissenschaftler, der, auf seine ihm ganz eigene Art, Menschen begeistern und motivieren konnte.“ Auch deshalb trägt der Preis künftig seinen Namen.

 

Zwischen dem Preisträger 2016 und Wolfgang Mehr gibt es eine weitere verbindung: Graphen. Wolfgang Mehr war Ideengeber für die Graphenforschung am IHP, Dr. Fabio Coccetti wird die Mikrosystemtechnik mit seiner Fazination für Transportmechanismen für Ladungsträger in 2-D-Kristallen, zu denen auch Graphen gehört, verbinden. Dieses neue Verständnis kann ausschlaggebend für neue Funktionalitäten sein, durch Verbesserung der Effizienz und weiterer Miniaturisierung. Die laufenden Forschungsaktivitäten eröffnen damit für die Elektronik neue Perspektiven. Der Übergang zu intelligenter, effizienter und integrierter Elektronik kann nur durch Ausnutzung der Dynamik der fortschrittlichsten und kosteneffektive Technologie möglich gemacht werden. „Das IHP mit seiner einzigartigen Technologie ermöglicht es mir, die Forschung voranzubringen, die Eigenschaften des neuen Materials zu erproben und Prozessschritte für die Integration neuer Bauelemente zu erarbeiten – und das alles am gleichen Ort“, sagte Dr. Fabio Coccetti.

 

Das Gebäude und die Infrastruktur des IHP wurden finanziert vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, von der Bundesregierung und vom Land Brandenburg.