Wir am IHP

Marcin Miś, Operator im Reinraum

„Jeder noch so kleine Schritt, den ich bei meiner Arbeit mache, trägt zur Entwicklung zukunftsweisender Technologien und zum technischen Fortschritt bei.“

Gebürtig bin ich aus Słubice. Gern wollte ich in Deutschland einen technischen Beruf erlernen und habe daher eine Ausbildung am IHP zum Mechatroniker angefangen. Während meiner 3,5 Jahre dauernden Ausbildung habe ich hauptsächlich messtechnische Tätigkeiten verrichtet. Auch spezielle 3D-Software-Kenntnisse und handwerkliche Fertigkeiten waren Bestandteil der Ausbildung. Jetzt arbeite ich als Operator im Reinraum und bediene Anlagen, insbesondere in chemischen Reinigungs- und Nassätzprozessen. Meine Arbeitsumgebung ist besonders: Der Reinraum muss weitestgehend partikelfrei sein, darum sind besondere Umsicht und eine Schutzkleidung erforderlich. Schon während meiner Ausbildung habe ich polnischen Besucher*innen in Führungen durch den Show-Gang des Reinraums die Arbeit darin erklärt. So konnte ich mich auch kommunikativ weiterentwickeln. Besonders gefällt mir, dass jeder noch so kleine Schritt, den ich bei meiner Arbeit mache, zur Entwicklung zukunftsweisender Technologien und zum technischen Fortschritt beiträgt. Ich bin Teil eines tollen, hilfsbereiten Teams. Außerdem arbeiten am IHP Menschen aus der ganzen Welt. Ich erfahre viel über ihre Sprache, ihre Küche und ihre Traditionen und lerne so andere Kulturen kennen. Die Nähe zur polnischen Grenze und damit zu meiner Heimat, meiner Familie und meinen Freund*innen ist natürlich ein großer Vorteil. Kommt doch das nächste Mal zum Tag der offenen Tür, dann zeige ich euch gern, was hier am IHP und insbesondere im Reinraum alles passiert!

Dr. Rasuole Lukose, Postdoc-Wissenschaftlerin in der Abteilung Technologie 

„Als Wissenschaftlerin am IHP kann ich den gesamten Innovationsprozess begleiten, von der Forschung und Entwicklung bis hin zur Fertigung von Prototypen."

Ursprünglich komme ich aus Litauen. Meine wissenschaftliche Laufbahn begann an der Universität Vilnius. Meine Promotion habe ich am Leibniz-Institut für Kristallzüchtung (IKZ) in Berlin durchgeführt. Dort konzentrierte ich mich auf das Schichtwachstum mittels metallorganischer chemischer Gasphasenabscheidung und auf die Charakterisierung von epitaktischen Dünnschichten für verschiedene Anwendungen. Nach der Verteidigung meiner Doktorarbeit an der Humboldt-Universität zu Berlin konnte ich dank meines erfolgreichen Marie-Skłodowska-Curie-Antrags als European Fellow am Litauischen Nationalen Zentrum für Physikalische Wissenschaften und Technologie in Vilnius forschen. Seit 2019 bin ich am IHP als Wissenschaftlerin in der Arbeitsgruppe Process and Device Research tätig. Derzeit arbeiten meine Kolleg*innen und ich daran, die Integration von Graphen auf Waferebene in Halbleitertechnologien zu ermöglichen, wofür das IHP mit seiner Erfahrung und seiner Ausstattung eine sehr gute Grundlage hat. Das IHP ist ein perfekter Ort, um sich als Wissenschaftler*in zu entwickeln, da man den gesamten Innovationsprozess begleiten kann, von der Forschung und Entwicklung bis hin zur Herstellung von Prototypen. Das Institut hat eine lange Tradition in sozialen, integrierenden Aktivitäten und ermöglicht eine einfachere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Ich freue mich, ein Teil des IHP zu sein!

Andreas Trusch, B. Eng., Leiter der Pilot Line

„Mein Team sorgt dafür, dass das Herz des IHP niemals aufhört zu schlagen.“

Als Leiter der Pilot Line verantworte ich am IHP einen technischen Bereich, den ich am IHP von der Pieke auf gelernt habe. Als gebürtiger Frankfurter habe ich mich nach dem Abitur und der Bundeswehr für eine Berufsausbildung zum Mechatroniker am IHP entschieden. Nach meiner Ausbildung arbeitete ich zunächst als Servicetechniker im Reinraum. Das IHP unterstützte mein nebenberufliches Ingenieursstudium. So konnte ich dann als Prozessingenieur verschiedenste Prozesse im Reinraum begleiten und weiterentwickeln, in Projekten im Reinraum mitarbeiten, neue Ideen und mein vertieftes technisches Verständnis einbringen sowie Erfahrungen mit Siliziumwafern sammeln. Seit 2018 leite ich die Pilot Line. Damit trage ich die arbeitsorganisatorische Verantwortung für unsere ca. 40 Operator, die in vier Teams im durchgängigen Schichtsystem die Anlagen in der Waferfertigung bedienen. Ihre tägliche Arbeit kenne ich aus eigener Erfahrung sehr gut. Das hilft dabei, die Arbeitsabläufe und die Arbeitsumgebung für sie bestmöglich zu gestalten. Der Reinraum, so wird es am IHP oft gesagt, ist das Herzstück des IHP. Mein Team sorgt dafür, dass es niemals aufhört zu schlagen. Das stellt uns jeden Tag vor neue, spannende Herausforderungen.

Ievgen Kabin, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Wireless Systems und Promovend

„Am IHP kann ich auf eine einzigartige Ausstattung zurückgreifen, die ich für meine interdisziplinäre Forschung benötige."

Nach meinem Diplom-Abschluss des Studiums Elektronische Systeme an der Nationalen Technischen Universität der Ukraine ''Kyiv Polytechnic Institute'' begann ich 2015 am IHP als Wissenschaftler in der Forschungsgruppe Sensor Networks und Middleware Plattforms zu arbeiten. Neben anderen Forschungsfeldern interessiere ich mich für die Seitenkanalangriffe und ihre Gegenmaßnahmen sowie auch für die Forschung an elliptischen Kurven für Kryptographie. Das ist ein hochspannendes und interdisziplinäres Forschungsgebiet. Es erfordert Kenntnisse in Mathematik, Physik, Informatik, Kryptographie sowie Erfahrung mit Messungen. Das IHP ermöglicht mir dieses interdisziplinäre Arbeiten durch seine einzigartige Ausstattung und Ausrüstung. Seit 2017 arbeite ich außerdem an meiner Doktorarbeit. Darin konzentriere ich mich auf physikalische Angriffe gegen Hardwaredesigns für kryptographische Operationen. Ich entwickle neue Methoden sowie Gegenmaßnahmen gegen solche Angriffe, um die Widerstandsfähigkeit der Designs gegen diese Angriffe zu erhöhen.

Prof. Dr.-Ing. Miloš Krstić

Kommissarischer Leiter der Abteilung System Architectures

"Das IHP bietet nahezu unbegrenzte Möglichkeiten für Forschung und die eigene, persönliche Entwicklung.“

Die ersten 27 Jahre meines Lebens verbrachte ich in Niš (Serbien, ehem. Jugoslawien), wo ich mein Studium an der Fakultät für Elektrotechnik absolvierte. Im Jahr 2001 kam ich nach Frankfurt (Oder) und zum IHP. Überzeugt, für drei oder vier Jahre zu bleiben, um zu promovieren. Aus diesen Jahren sind inzwischen 20 Jahre Forschung am IHP geworden. Nach Abschluss meiner Promotion habe ich verschiedene Projekte geleitet und wurde später Leiter der Forschungsgruppe Design and Test Methodology am IHP. Inzwischen bin ich Inhaber des Lehrstuhls Design- und Testmethodik an der Universität Potsdam. Derzeit leite ich außerdem kommissarisch die Abteilung System Architectures mit ca. 40 Mitarbeitenden.

Das IHP bietet nahezu unbegrenzte Möglichkeiten für die Forschung und die eigene, persönliche Entwicklung. Ich hätte mir als junger Mann nicht vorstellen können, dass ich einmal komplexe Prozessoren für Basisband-Kommunikation entwerfen, Chips und Systeme implementieren und neue Forschungsthemen definieren würde, und dass sich mir so tolle Karrierewege eröffnen würden. Eins ist sicher: Am IHP wird es nie langweilig. Außerdem hege ich große Sympathie für Frankfurt und seine Bürger*innen. Ich bin in einer sozialistischen Gesellschaft aufgewachsen und habe den schmerzhaften Übergang zur Demokratie miterlebt. Es fiel mir leicht, mich hier zu integrieren, da ich in gewisser Weise ähnliche Erfahrungen wie die Menschen hier gemacht habe. Frankfurt hat für Familien viel zu bieten, und meine beiden Kinder verleben hier eine glückliche Kindheit.

Marie Rohner, Personalreferentin

„Ich schätze die Flexibilität am IHP, die es mir ermöglicht, meinen Job mit meinem Studium zu verbinden.“

Nach meinem Bachelorabschluss in Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Marketing in den Niederlanden wollte ich gern wieder in die Heimat - nach Frankfurt (Oder) - zurück. Mein Plan war es, den Master in International Business Administration an der Europa-Universität Viadrina zu beginnen. Bis zum Semesterstart war allerdings noch etwas Zeit, daher bewarb ich mich am IHP für ein Gap-Year-Programm in der Personalabteilung. Meinen Aufgabenbereich, die Kolleg*innen, mit denen ich zusammenarbeitete, und die tolle Arbeitsatmosphäre lernte ich sehr zu schätzen. Als dann parallel zum Semesterstart am IHP eine Stelle als Personalreferentin ausgeschrieben wurde, bewarb ich mich darauf. Allerdings noch stets mit der Absicht, auch das Masterstudium zu absolvieren. Die Vereinbarkeit der Arbeitserfordernisse mit meinem persönlichen Studien-Vorhaben inklusive eines Auslandssemesters, konnte ich auf Grund der Flexibilität am Arbeitsplatz und Unterstützung durch das IHP realisieren.

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